Kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze

Kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze

Kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze

Die Preisuntergrenze ist ein weiteres Werkzeug der Deckungsbeitragsrechnung, das die externen Controller von Feldinger Consulting im Portfolio haben.
Die Preisuntergrenze ist ein Instrument des Preiskampfes, bzw. der Unternehmensstrategie (eher -taktik) und daneben ein Instrument für Unternehmen mit ins Gewicht fallendem Auftragsrückgang, mithin also für Unternehmen in der Krise.
Wie der Name bereits einleuchtend sagt, geht es bei dem Werkzeug der Preisuntergrenze um den Preis, genauer, den Verkaufspreis. Der Verkaufspreis wird in der Regel durch die Zuschlagskalkulation ermittelt. Er beinhaltet im Normalfall neben den Herstellkosten, bzw. den Selbstkosten, die Berücksichtigung von Skonto, Verkäuferprovision und Kundenrabatt insbesondere einen Gewinnzuschlag, als Verzinsung für das eingesetzte Eigenkapital.
Aus vielerlei betriebswirtschaftlichen und ökonomischen Gründen lässt sich der kalkulierte oder der sich ergebende Preis am Markt jedoch nicht realisieren.
Das kann zum einen an zu hohen Herstellkosten liegen oder an Fehlern in der Kalkulation oder im verwendeten Kalkulationsverfahren. Die Vollkostenrechnung liefert nicht für jeden Zweck widerspruchsfreie und vor allen Dingen richtige Lösungen. Darauf soll an dieser Stelle jedoch nicht weiter eingegangen werden. Die externen Controller von Feldinger Consulting sind Experten in der Kostenanalyse und für Kostenrechnungssysteme. Zum anderen gibt es für bestimmte Märkte selten, teilweise oder immer Marktformen mit Konkurrenz, Verdrängung, Kampf um Marktanteile usw. Kurzum: Sinkende Preise, schrumpfen der Margen. Sie sind durch den Markt genötigt oder als Initiator gewillt, mit ihren Preisen nach unten zu gehen.
Wie lange halten Sie das durch? Das ist eine Frage der Unternehmensstärke, einem ausgewogenen Produktportfolio, Marktanteilen usw. Aber am Ende immer eine Frage der Liquidität.

Die externen Controller von Feldinger Consulting geben Ihnen als kleiner und mittelständischer Unternehmer mit der Deckungsbeitragsrechnung ein Instrument an die Hand, mit dem Sie nachvollziehen können, wie weit Sie mit dem Preis nach unten gehen können, bevor es „kritisch“ wird. Man unterscheidet zwischen der kurzfristigen und der langfristigen Preisuntergrenze. In beiden Fällen wird Kostendeckung angestrebt. Die Frage ist nur: Welche Kosten können noch gedeckt werden.

Um das Konstrukt der Preisuntergrenze besser zu verstehen, muss an dieser Stelle kurz auf die Deckungsbeitragsrechnung eingegangen werden, weil sich die Preisuntergrenzen mit Hilfe der Deckungsbeitragsrechnung besser nachvollziehen lassen. Ein externer Controller ist in dieser Sache eine Hilfe.

Die (mehrstufige) Deckungsbeitragsrechnung subtrahiert ausgehend von den Erlösen zunächst die variablen Kosten und nachfolgend die Produktfixkosten, die Produktgruppenfixkosten und die Unternehmensfixkosten, die sich per Definition keinem Produkt ursächlich mehr sinnvoll zuordnen lassen und die Kosten der allgemeinen Unternehmensführung wie z.B. die Geschäftsleitung oder die eines externen Controllers beinhalten. Am Ende bleibt der Gewinn übrig. Die Deckungsbeitragsrechnung lässt sich vom externen Controller auf Stückebene oder auf Unternehmensebene durchführen, das Ergebnis wird dasselbe sein. Wichtig ist, dass von den externen Controllern von Feldinger Consulting die Kosten eindeutig in variable Kosten und Fixkosten zugeordnet werden und innerhalb der Fixkosten weiter unterschieden wird.

Die langfristige Preisuntergrenze reduziert nun den (Netto-) Verkaufspreis auf die variablen Kosten zuzüglich der Produktfixkosten, also derjenigen Fixkosten, die sich gerade noch dem individuellen Produkt zuordnen lassen. Gedanklich bewegt man sich von der eingangs erwähnten Vollkostenrechnung zur Teilkostenrechnung, wenn auch die Herstellkosten zum überwiegenden Anteil aus den variablen Kosten und Fixkosten bestehen. Wichtige Erkenntnis bei der langfristigen Preisuntergrenze ist, dass die Kosten für jedes Produkt, das „über die Ladentheke“ geht, gedeckt sind. Zwar trägt das Produkt nicht mehr zum Gewinn bei, aber man macht mit dem Verkauf des Produkts kein Minus.
Anders sieht es bei der kurzfristigen Preisuntergrenze aus: Hier wird das Produkt nur bis zur Deckung der variablen Kosten abgegeben. Die Erlöse können somit nicht einmal mehr die gesamten Herstellkosten (in der Sprache der Vollkostenrechnung) decken und verringern den Gewinn.
Durchhalten lässt sich das nur kurzfristig und auch nur, wenn ausreichende Reserven vorhanden sind und die Fixkosten durch andere Produkte gedeckt, bzw. kompensiert sind. Daher spricht der externe Controller hier von der kurzfristigen Preisuntergrenze.
Die langfristige Preisuntergrenze hingegen kann längerfristig(er) durchgehalten werden. Besser kein Gewinn als ein sicherer Verlust!

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