Zuschlagskalkulation Beispiel Feldinger Consulting

Zuschlagskalkulation

Zuschlagskalkulation

Die Zuschlagskalkulation ist ein kaufmännisches Verfahren zur Berechnung des Verkaufspreises der Fertigerzeugnisse und Handelswaren. Er folgt einer genau festgelegten Vorgehensweise und wird üblicherweise von einem externen Controller von Feldinger Consulting berechnet.
Bei gleichen Produkten oder Produktgruppen kann der externe Controller nach erstmaliger Kalkulation einen Faktor (Kalkulationsfaktor) ermitteln, um vom Materialpreis auf den Nettoverkaufspreis zu schließen. In Industriebetrieben ist das jedoch nicht sehr zu empfehlen, weil hieraus falsche Rückschlüsse gefolgert werden könnten und diese Vorgehensweise zu statisch ist. Im Handel nennt man die Zuschlagskalkulation auch Handelskalkulation.
Eine eingerichtete Kostenstellenrechnung ist unabdingbar, um den Nettoverkaufspreis (auch: Listenpreis) zu ermitteln und die Zuschlagskalkulation zu ermöglichen. Jedoch sind hier auch Vereinfachungen und Annahmen oder auch Fremdvergleiche möglich, falls die Kostenstellenrechnung noch nicht eingerichtet ist.
Gerade für betriebswirtschaftliche Neulinge sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Preis für jedes Produkt am Markt bestimmt wird. Doch warum dann eine ermittlungsintensive Zuschlagskalkulation des externen Controllers von Feldinger Consulting?

Erstens: Jedes Unternehmen, ob kleines, mittelständisches oder großes Industrieunternehmen, Einzel- oder Großhändler müssen ihre Produktpreise und –kosten kennen. Wenn der Preis durch den Markt bestimmt wird, ist die einzige Stellschraube die bleibt, um seine Produkte zu verkaufen, der eigene Verkaufspreis und die Selbstkosten der Fertigung. Wenn Sie einen bestimmten Gewinn an jedem Erzeugnis verdienen möchten, bleibt Ihnen somit nicht sehr viel übrig, als die Produktkalkulation (Zuschlagskalkulation) durch einen externen Controller durchzuführen zu lassen.

Zweitens: Wenn Sie über mehrere Perioden (Monate/Jahre) produzieren, unterliegen in aller Regel die Herstellkosten und die Selbstkosten natürlichen Schwankungen. Rohstoffe unterliegen Schwankungen am Markt, Mitarbeiter bekommen durch Tarifvereinbarungen höhere Löhne und Gehälter, Sozialabgaben unterliegen staatlichem Einfluss, Steuern sowieso und Ersatzinvestitionen sind selten billiger als vorher, kurz: Kosten verändern sich laufend. Um einen Soll-/Ist-Vergleich zu gewährleisten und die Herstellkosten von einer Periode zu einer anderen Periode vergleichen zu können, bedarf es somit einer Zuschlagskalkulation durch einen externen Controller.

Drittens: Produktkalkulationen ermöglichen eine Planung und sind notwendig für Nachkalkulationen. Ohne Zuschlagskalkulation keine (vernünftige) Planung auf Produktebene. Wenn Sie für künftige Geschäftsjahre eine Planung machen mit erwarteten Umsätzen, Kosten usw. werden Sie die Produktkalkulation/Zuschlagskalkulation durch einen externen Controller auf jeden Fall benötigen. Es ließen sich an dieser Stelle noch weitere gute Gründe für eine Zuschlagskalkulation auf Istkostenbasis oder Normalkostenbasis ausführen.

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